Schwerhörigkeit

Schwerhörigkeit (Hörminderung) erkennen und behandeln

„Nicht zu sehen trennt uns von den Dingen, nicht zu hören trennt uns von den Menschen.“ (Immanuel Kant)

Unser Hörsinn ist einer der wichtigsten Sinne des Menschen. Er ist hochsensibel und ermöglicht die Wahrnehmung eines enormen Frequenz- und Tonumfangs – von tiefen bis sehr hohen Tönen. Zudem können wir Geräusche präzise räumlich zuordnen.

 

Was ist Schwerhörigkeit?

Unter Schwerhörigkeit (medizinisch: Hypakusis) versteht man eine Einschränkung des Hörvermögens. Diese kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein – von einer leichten Hörminderung bis hin zu einem vollständigen Hörverlust.

Die Hörminderung kann:

  • vorübergehend oder dauerhaft auftreten
  • ein Ohr oder beide Ohren betreffen
  • schleichend oder plötzlich entstehen

Weltweit sind rund 300 Millionen Menschen betroffen. Auch in Deutschland ist Schwerhörigkeit weit verbreitet – insbesondere im höheren Alter.

 

Häufigkeit von Hörverlust

Etwa jeder 15. Mensch in Deutschland leidet unter einer Hörminderung. Ab dem 65. Lebensjahr steigt die Häufigkeit deutlich an: Rund jeder zweite Mann und jede dritte Frau ist betroffen.

 

Ursachen von Schwerhörigkeit

Eine Hörminderung kann viele Ursachen haben, darunter:

  • altersbedingter Hörverlust (Presbyakusis)
  • Lärmschäden
  • Mittelohrentzündungen
  • Ohrenschmalzpfropf
  • Durchblutungsstörungen
  • Erkrankungen des Innenohrs oder Hörnervs

Eine frühzeitige Abklärung ist entscheidend, um bleibende Hörschäden zu vermeiden.

 

Diagnose & Behandlung in Berlin-Zehlendorf

In unserer Praxis in Berlin-Zehlendorf erfolgt eine umfassende HNO-Diagnostik bei Verdacht auf Schwerhörigkeit. Ziel ist es, die Ursache der Hörminderung genau zu bestimmen und eine individuell passende Behandlung einzuleiten.

Lassen Sie Ihr Hörvermögen rechtzeitig überprüfen – für mehr Lebensqualität und bessere Kommunikation.

Schwerhörigkeit

Verlauf der Schwerhörigkeit

Eine beginnende Schwerhörigkeit betrifft häufig zunächst nur einzelne Frequenzbereiche – meist die hohen Töne. In diesem Stadium wird die Hörminderung von Betroffenen im Alltag oft kaum wahrgenommen.

Mit fortschreitender Hörstörung nimmt die Anzahl der betroffenen Frequenzen zu. Bleibt die Schwerhörigkeit über längere Zeit unbehandelt bestehen, kann es zu einer sogenannten Degeneration der Hörbahn kommen. Dabei sind nicht nur die Sinneszellen in der Hörschnecke betroffen, sondern auch die nachgeschalteten Nervenzellen bis hin zur Hörverarbeitung im Gehirn.

Dieser Prozess ist vergleichbar mit einem längere Zeit ruhiggestellten Muskel: Ohne ausreichende Stimulation kommt es zu einem Funktionsverlust.

 

Folgen einer unbehandelten Schwerhörigkeit

Die Degeneration der Hörbahn erklärt, warum viele Betroffene:

  • in ruhiger Umgebung noch Gespräche verstehen
  • in Gruppen oder bei Hintergrundlärm jedoch deutlich schlechter hören
  • Gesprächen in Restaurants oder sozialen Situationen nur eingeschränkt folgen können

Je länger eine Schwerhörigkeit unbehandelt bleibt, desto stärker kann die Sprachverarbeitung im Gehirn beeinträchtigt werden.

Auch die Anpassung an Hörgeräte kann dadurch erschwert sein: Betroffene hören zwar wieder lauter, die Sprachverständlichkeit verbessert sich jedoch nicht immer ausreichend, wenn die Hörverarbeitung bereits nachgelassen hat.

 

Schwerhörigkeit bei Jugendlichen – zunehmende Lärmbelastung

In den letzten Jahren ist ein Anstieg von Hörschäden bei Jugendlichen zu beobachten. Ursache ist häufig eine dauerhafte Lärmbelastung durch:

  • lautes Musikhören über Kopfhörer
  • Diskotheken und Clubs
  • Live-Konzerte mit sehr hohen Schalldruckpegeln

Dabei können Lautstärken von über 100 Dezibel erreicht werden – vergleichbar mit einem Presslufthammer in unmittelbarer Nähe.

Bereits kurze Hörbelastungen können die zulässige tägliche oder wöchentliche Lärmexposition überschreiten. Werden solche Belastungen regelmäßig wiederholt, steigt das Risiko für bleibende Hörschäden deutlich.

 

Warnsignale für eine Lärmschädigung

Typische frühe Hinweise auf eine Überlastung des Gehörs sind:

  • vorübergehendes „dumpfes“ Hören
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Gefühl einer leichten Taubheit nach Lärmbelastung

Auch wenn sich das Hörvermögen scheinbar nach einigen Stunden erholt, kann bereits ein irreversibler Hörschaden entstanden sein, der sich mit jeder weiteren Lärmeinwirkung summiert.

 

 

Hörverlust frühzeitig erkennen jetzt Termin vereinbaren

Eine frühzeitige Diagnose von Schwerhörigkeit ist entscheidend, um bleibende Schäden zu vermeiden und die Hörfähigkeit langfristig zu erhalten.

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